am 14. März, 13.30 Uhr, hat der EV Lissendorf-Birgel eine Römerstraßenwanderung bei Neustraßburg (7 km) organisiert.

DieWanderung war als Staffelwanderung geplant.
Römerstraßenwanderung vom 14. März 2021

An der  Kaisereiche - ohne Fotografin und Hund (der erkundet gerade die Umgebung ...)

 

Schönes Wetter heute ... und so nette Leute ...

Bei "bestem" März-Wetter mit nur drei kurzen schneedurchsetzten Schauern, ansonsten Sonne pur bei 3 bis 5 Grad und mäßigem Wind, wanderten die 8 Wanderer plus ein Hund einen Parcours, den der Kulturwart mit Fahrrad zeitnah kurz zuvor vorbereitet hatte. Der flitzte mit dem Rad zwischen den Infopunkten hin und her und wies den Wanderern den Weg. Der Hund flitzte gerne auch mal vor, auf Pfiff aber ganz brav und gaaaanz schnell wieder zurück.

Zur Wanderung

Einsam und verlassen liegt die Trasse der alten Agrippa-Straße von Bäumen bewachsen und durch Gestrüpp unpassierbar im Eifelwald. An 8 Infopunkten erfuhren wir Wissenswertes über die römische Zeit und wanderten sogar einige hundert Meter auf der Römerstraßentrasse.

Anmeldung war obligatorisch. Treffpunkt war um 13 Uhr 30, wie immer, der Parkplatz am Bürgerhaus in Birgel. Wer aber direkt zum Startpunkt der Wanderung fahren wollte, fand sich um 14 Uhr dort ein. Ins Navi einzugeben war: Burbach, Densborner Straße ODER Neuenweiher. Kleine Skizze des Anfahrtspunktes:

 anfahrt


Hier eine kurzer filmischer Überblick über den Verlauf der Agrippa-Straße zwischen Büdesheim und Neuenweiher

Näheres zum Thema der Wanderung

Ein Geheimnis ist sie nicht, die alte Römerstraße von Trier durch die Eifel nach Köln. Die „Agrippa-Straße“ war eine wichtige Fernstraße der Römerzeit und wurde noch bis weit in die Neuzeit hinein benutzt, gepflegt und unterhalten. Mit einer Ausnahme: als die Abtei Prüm und die Verbindung Trier-Aachen bedeutsamer wurde, baute man ab Waxbrunnen eine neue Straße, die von der Römerstraße abzweigte und über Schönecken nach Prüm führt(e).

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Der Verlauf der römischen Straße ab Waxbrunnen über Weissenseifen und Büdesheim nach Lissendorf, Jünkerath, Esch und Dahlem geriet nach und nach in Vergessenheit, weil die Straße immer weniger benötigt wurde.

Heute liegt die Trasse der alten Römerstraße einsam und verlassen im Eifelwald, ist von Bäumen bewachsen und über weite Strecken durch Gestrüpp unpassierbar. Wo die Landwirtschaft mit großer Energie die Böden beackert hat – ab Büdesheim bis Esch – ist die Trasse nahezu zerstört. Es finden sich nur wenige Reste. Zwischen Waxbrunnen und Büdesheim ist der uralte Straßenkörper aber fast intakt.

Schade: Ein gigantisches Ingenieurwerk der Antike ist heute hier fast vergessen. In NRW hat man sich des Themas „Römerstraßen“ angenommen und das einzigartige Bodendenkmal durch touristische Inwertsetzung mit dem „Erlebnisraum Via“ (z. B. in Dahlem und Nettersheim) aus dem Dornröschenschlaf erweckt.

Damit wir Anschluß bekommen, organisiert der EV Lissendorf-Birgel eine Römerstraßenwanderung bei Neustraßburg. Die Wanderer erfahren Wissenswertes über die römische Zeit und können sogar ein Stück auf der Römerstraßentrasse wandern.


Alle Infos zur Wanderung könnt ihr hier ansehen und/oder runterladen: